Der Begriff des „Universellen Designs“ wird seit Mitte der 1980er-Jahre verwendet. Sein Ursprung liegt in den USA, speziell beim „Center for Universal Design“ der North Carolina State University. Der Architekt Ronald L. Mace hat das Center 1989 gegründet. Schon 1973 hatte Mace die erste baurechtliche Regelung zur Barrierefreiheit in North Carolina initiiert.

Damals war Mace seiner Zeit voraus, heute sind seine Vorstellungen aktueller denn je und gesellschaftlich nicht nur akzeptiert, sondern anerkannt und gewünscht.  Barrierefreie Architektur, Bauen für alle, menschengerechtes Bauen und Universal Design – diese Begriffe stehen für Produkte, Räume und Gebäude, die nicht nur für eine bestimmte Gruppe von Menschen konzipiert sind, sondern in allen Lebensabschnitten und -gegebenheiten genutzt werden können. Komfortable, elegante und unkomplizierte Lösungen, die das Leben für alle erleichtern, sind heute elementare Qualitätsmerkmale von Design und Architektur.

Ein Haus lässt sich von vornherein im universellem Design planen: schwellenfreie Übergänge im ganzen Haus, bodengleiche Duschen, die Haustür breit genug für einen Kinderwagen oder für einen Rollstuhl. Normative und standardisierte Vorgaben gehen an der tatsächlichen Lebensvielfalt und den daraus resultierenden Wohnbedürfnissen meist vorbei.

Es hat zu lange gedauert, aber jetzt setzt sich das Bauen im Universellen Design auch in Deutschland immer mehr durch. Barrierefreiheit garantiert allen Menschen ein komfortables Leben, ob jung oder alt, ob gesund oder gehandicapt.